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Archiv für Februar 2009

Büle – 16 -

Eine vertraeumte Geschichte, by Miki - 16 -

Eine vertraeumte Geschichte, by Miki - 16 -

(Büle – 1 -)     (Büle – 15  -)

Da stand Büle nun, mit einer winzig kleinen Hexe in einem Fläschchen in seiner Tasche, mit einer Eule, die auf dem hohen Küchenschrank hockte und ihn misstrauisch ansah, in einem Hexenschloss inmitten eines Hexenlands.

Also beschloss er sich erst einmal umzusehen und seinen nähere und weitere Umgebung zu erforschen. Da war das Schloss mit seinen vielen Gängen, Zimmern, Türmen und versteckten Winkeln ein aufregend geheimnisvoller Ort für einen neugierigen kleinen Jungen, so dass er Stunden damit verbrachte Treppen herauf und herunter zu laufen, Türen zu öffnen und zu schließen, herumzustöbern und vieles durcheinander zu bringen.

Hibu, die ihm natürlich in sicherem Abstand überall hin folgte bekam ein immer mulmigeres Gefühl bei dem Gedanken an Cloac, die es ganz und gar nicht mochte, wenn irgendwer seine Nase in ihre Dinge steckte und noch weniger, wenn dieser Jemand dabei alles in Unordnung brachte. Aber andererseits kam sie auf diese Weise auch endlich einmal in solche Zimmer des Schlosses, in die Cloac sie nie mitnahm und stets sorgsam verschlossen hielt. Und Hibu war immer schon brennend neugierig gewesen, was sich hinter all diesen geheimnisvollen Türen befand.

Nach der ausgiebigen Erkundung des Schlosses setzte sich Büle etwas erschöpft auf die Stufen einer Treppe und Hibu landete schwankend auf den Geländer daneben. Sie schaute ihn verstohlen aus den Augenwinkeln an, aber schon längst war ihr Mißtrauen ihm gegenüber einer Abenteuerlust gewichen. Und so dachte sie, es wäre jetzt endlich die günstige Gelegenheit den längst erträumten Rundflug über das Land zu machen. Natürlich hatte sie Cloac in der Flasche, die immer noch in Büles Tasche steckte, nicht ganz vergessen, aber sie beruhigte ihr Gewissen mit dem Gedanken, daß ihr wohl möglich während des Fluges eine Möglichkeit zur Befreiung einfiele.

Also breitete sie ihre großen Flügel ganz weit aus und flog los. Und daß sie dabei wie eine Fledermaus aussah, störte sie nicht im geringsten, denn sie hatte selbst nie Fledermäuse gesehen und konnte nicht wissen wie häßlich Fledermäuse aussehen. Und hätte sie es gewußt, hätte es sie wahrscheinlich auch nicht gestört, denn sie war eine weise Eule und wußte, daß es in manchen Fällen nicht auf die Schönheit ankäme, sondern auf die Wirksamkeit, und ihre große Flügel waren wahrhaftig sehr wirksam!

Als Büle sah, daß Hibu davonflog und ihm die Vorstellung so ganz allein mit einer Flaschenhexe in seiner Tasche in diesem Schloß zu bleiben, etwas unheimlich war, entschloß er sich Hibu zu folgen. Er rief hinter ihr her:

” Warte doch auf mich, bitte, warte! “

und rannte ihr nach. Hibu hörte ihn, dachte einen Augenblick lang daran, daß sie ja gar keinen Grund hätte auf ihn zu warten, dann aber fiel ihr wieder ein, daß Büle ihre geliebte Cloac in der Tasche hatte und man konnte nie wissen auf welche verrückten Ideen er kommen würde, wenn sie nicht aufpaßte. Sie seufzte vor sich hin, einmal mehr bereit sich zu opfern, dachte noch kurz „Immer ich!” und flog eine Warteschleife. Sie ärgerte sich ganz schön darüber, daß er nicht fliegen konnte, aber sie war weise genug darin auch die Vorteile zu erkennen, denn so konnte es ihm nie gelingen auch sie zu fangen und in eine Flasche zu sperren.

(Fortsetzung Montag 02 Maerz 2009)

Büle – 15 -

Eine vertraeumte Geschichte, by Miki - 15 -

Eine vertraeumte Geschichte, by Miki - 15 -

(Büle – 1 -)     (Büle – 14  -)

Cloac sah mit Entsetzen wie die andere riesig große Hand das Fläschchen zukorkte und ein bißchen von der Flüssigkeit heraus schüttete. Sie bemerkte, daß sich die Hand von der sie festgehalten wurde, nun der Flasche näherte und als sie sich gerade über den Flaschenhals befand, ließ die Hand sie los … und eh sich unsere winzig kleine Hexe Cloac versah oder am Flaschenhals hätte festhalten können, war sie hinein gerutscht und plumps … in die grüne Flüssigkeit gefallen!

Da saß sie nun und konnte froh sein, daß ihr das Gift nur bis zum Hals stand. Und noch bevor sie einen ihrer
schrecklichsten Hexenflüche ausstoßen konnte, steckte der Korken wieder im Flaschenhals.

Hibu hatte das Geschehen aufmerksam beobachtet und sich kurz überlegt ob sie sich auf Büle stürzen sollte und ihm die Augen auskratzen, so dass Cloac flüchten könne. Aber irgendwie war ihr Büle ein bisschen sympathisch, ohne dass sie wusste warum, und in ihrer Weisheit hatte sie sich gedacht, daß es wohl besser wäre nicht so spontan zu handeln. Erst einmal nachdenken und abwarten, daß ihr eine bessere Lösung einfiele um Cloac zu helfen. Denn sie zweifelte nicht daran, dass es eine bessere Möglichkeit als einen direkten Angriff geben müßte. Außerdem, dachte sie, hatte Cloac endlich diese Lektion verdient und es würde ihr gewiss nicht schaden eine Zeit lang in ihrem gläsernen Gefängnis zu verweilen.
Wahrhaftig der richtige Ort sich Gedanken zu machen, Geduld zu lernen und zur Vernunft zu kommen, denn ohne Gedanken, Geduld und Vernunft, so dachte jedenfalls Hibu, könne aus Cloac nie eine große Hexe werden! Das alles wußte Hibu aus den unzähligen Geschichten, die in den Büchern standen, die Cloac gezaubert hatte und die sie laut las und Hibu hatte dabei immer aufmerksam zugehört …

Nun aber saß Cloac in einem Giftfläschchen und das Fläschchen befand sich in Büles Hand.
Büle steckte diese Hand in der Tasche, damit die Flasche ganz sicher sei und da er nicht wußte, was er mit der anderen Hand anfangen sollte, steckte er sie in die andere Tasche.
Aber was jetzt?

(Fortsetzung Donnerstag 26 Februar 2009)

Büle – 14 -

Eine vertraeumte Geschichte, by Miki - 14 -

Eine vertraeumte Geschichte, by Miki - 14 -

(Büle – 1 -)     (Büle – 13  -)

Und so entschloss Cloac zu flüchten.

Ganz schnell in ihrem winzig kleinen Kopf, entwickelte sie einen teuflischen Plan.

Sie hatte in ihrer Küche eine kleine Flasche mit Gift stehen, das sie nach einem alten Rezept aus ihrem Buch selbst gemixt hatte, für alle Fälle … und sie würde jetzt ganz unauffällig in die Küche rennen, die Flasche holen und den hässlichen Zwerg vergiften!

Und so sprang Cloac plötzlich von ihrem Stuhl herunter, oder genauer, sie ließ sich fallen und die Landung war so schmerzhaft wie alle ihre Landungen, aber sobald sie sich von dem Schock erholt hatte, rannte sie los. Doch nichts davon war den großen Augen des hässlichen Riesenzwerges entgangen und er folgte ihr neugierig durch das Schloss. Cloac war bei dem Anblick der riesig großen Füßen, die ständig drohten sie zu zertreten, wieder in Panik geraten, und versuchte wild im Zickzack hin und her laufend die Küche zu erreichen.

Natürlich war es für so eine kleine Hexe ein entsetzlich langer Weg, und als sie nach gefährlichen Klettereien endlich den Gipfel des Tisches bezwungen hatte, stand sie vor der Flasche mit dem Gift und triumphierte schon innerlich über ihren Sieg. Da aber umschlossen sie die großen Finger einer riesigen Hand.

(Fortsetzung Montag 23 Februar 2009)

Büle – 13 -

Eine vertraeumte Geschichte, by Miki - 13 -

Eine vertraeumte Geschichte, by Miki - 13 -

(Büle – 1 -)     (Büle – 12  -)

Ja, es war wirklich zu spaet, denn sie saß bereits nur wenige Zentimeter groß, ziemlich verloren auf ihrem Zauberstuhl.

Und ihre Augen reichten gerade noch über die Tischkante und sahen direkt in zwei riesig große Augen, eines neben dem anderen, die sie neugierig anschauten. Diese Augen, sie waren die Augen des häßlichen Zwerges Büle, der nun riesig groß war, jedenfalls riesig groß für die nun winzig kleine Hexe. Er hockte auf allen Vieren auf dem Tisch und musterte die kleine Cloac neugierig und etwas amüsiert.

Doch Büle wunderte sich nicht einmal über alles was geschehen war. Er hatte einfach damit aufgehört sich zu wundern, denn in dieser komischen Welt passierten so viele merkwürdige Dinge, daß es ihm einfach sinnlos erschien sich Fragen zu stellen.

Er war einfach da, ein Junger, einst geboren in a Seifenblase weit weg von Hier und Jetzt, und jetzt hockend auf einem Zauberstuhl gegenüber einer winzig kleinen Hexe.

Und da oben, auf ihrer Schaukelstange, saß Hibu, die kleine Eule und schaute neugierig auf Büle und die kleine Cloac herunter, und konnte sich dabei ein verstohlenes Lächeln nicht verkneifen, denn Cloac sah wirklich sehr zum Lachen aus auf ihrem viel zu großem Stuhl. Außerdem dachte sie einmal wieder, etwas verzweifelt, daß Cloac noch viel lernen müsse bevor sie eine große Hexe wurde und im Augenblick war sie ganz offensichtlich eine besonders kleine Hexe. Auf der anderen Seite war das Hibu natürlich auch sehr recht, denn so lange Cloac so klein war, brauchte sie gewiß vor ihr keine Angst zu haben!

Nur Cloac war die ganze Sache natürlich nicht gar nicht recht und sie fand daran bestimmt nichts zum lachen: zum einen war es ihr sehr bewusst wie lächerlich sie wirkte auf dem viel zu großen Zauberstuhl, zum anderen hatte sie schreckliche Angst. Wie hätte sie auch sicher sein können, daß sich der hässliche Zwerg nun nicht in grausamer Art und Weise an ihr rächen würde, sie bei lebendigem Leibe fressen zum Beispiel. Denn sie hatte schon öfter in gewissen Märchen gelesen, dass Riesen bösartige Kinder fraßen. Zwar war sie nicht bösartig, oder jedenfalls man könnte sich darüber streiten, aber ein Kind war sie auf keinem Fall, schon lange nicht mehr, doch woher sollte der hässliche Riesenzwerg das wissen!

(Fortsetzung Montag 16 Februar 2009)

Büle – 12 -

Eine vertraeumte Geschichte, by Miki - 12 -

Eine vertraeumte Geschichte, by Miki - 12 -

(Büle – 1 -)     (Büle – 11  -)

Gleich anschließend merkte er, daß etwas sonderbares mit ihm geschah: plötzlich wurden seine Hände größer, seine Arme größer, seine Füße, seine Beinen, sein ganzer Körper, auf einmal stieß er überall an die Ränder der Seifenblase, hatte kaum noch Platz darin. Er versuchte sich mit Händen und Füßen aus der engen, elastischen Haut zu befreien, und tatsächlich, irgendwann mal, zerplatzte die Seifenblase endlich!

Was war denn geschehen?

Die Sache war die: die ungeduldige Cloac, die in großer Eile ihre Zauberkunst an der Glaskugel probieren wollte, hatte vergessen in ihrem Buch nach den genauen Anweisungen zu sehen und dabei war ihr entgangen, daß eine der wichtigsten Bedingungen zur Glaskugelzauberkunst, nämlich ein richtiger Vollmond, nicht mehr erfüllt war.

Natürlich kam noch dazu, daß es sich bei der Glaskugel um keine richtige Glaskugel handelte, sondern um eine Seifenblase, bei der der verwendete Zauberspruch ein gänzlich unerwartetes Ergebnis hervorbrachte. Aber Cloac wusste ja nicht, dass es eine Seifenblase war und als ihr die Sache mit dem Monde wieder einfiel war es ein bisschen zu spät…

(Fortsetzung Donnerstag 12 Februar 2009)

Büle – 11 -

Eine vertraeumte Geschichte, by Miki - 11 -

Eine vertraeumte Geschichte, by Miki - 11 -

(Büle – 1 -)     (Büle – 10  -)

In der Zwischenzeit hatte sich Cloac auf ihren Zauberstuhl gesetzt.

Den Stuhl hatte Cloac nach einem Modell aus einer Zeitschrift für antiquarische Möbel gezaubert und es war ein außergewöhnlich schönes Stück geworden, mit vielen Schnitzereien verziert, ein richtiges Kunstwerk eben.

Da saß sie nun und hatte die Seifenblase auf einem Zauberständer mitten auf dem Tisch gestellt.

Büle in der Blase auf dem Zauberständer sah mit zunehmender Angst wie Cloac begann ihre Augen ganz weit aufzureißen, bis sie schließlich riesig groß und bedrohlich aussahen, und ihn damit anstarrte. Dann bewegte sie ihre Hände auf ihn zu und umfaßte die Kugel mit ihren zehn krummen grünen Fingern. Nun sah Büle wie Cloac ihren Mund ganz weit aufmachte, so weit daß bald ihr ganzes Gesicht fast nur noch aus einem gräßlichen, schwarzen Loch bestand.

Und plötzlich hörte er einen entsetzlichen Schrei.

Er sah ihren Mund ganz schnell hintereinander auf und zu gehen und hörte dabei beunruhigende Geräusche.

(Fortsetzung Montag 09 Februar 2009)

Büle – 10 -

Eine vertraeumte Geschichte, by Miki - 10 -

Eine vertraeumte Geschichte, by Miki - 10 -

(Büle – 1 -)     (Büle – 9  -)

Nun steuerte Cloac mit fiebrigen Fingern und etwas krankem Magen auf den höchsten Turm ihres Schlosses zu und landete dort … eine Katastrophenlandung! Es war immer so eine Sache mit Cloac, nie hatte sie richtig zu landen gelernt, vielleicht aber nur weil es ihr immer, wenn der Besen senkrecht nach unten flog, ganz schlecht im Magen wurde und schwindelig im Kopf und dabei verlor sie die Beherrschung.
Als Cloac wieder zu sich kam, dachte sie sofort an die Glaskugel und schaute ob diese die Landung überlebt hatte, denn Cloac wußte genau, daß Glas sehr zerbrechlich war. Doch die Kugel lag da, etwas platt, aber noch ganz. Ja, Seifenblasen sind sehr elastisch und sogar der kleine Zwerg darin lebte noch, noch zappelnder und noch häßlicher als je zuvor.

Ja, unser kleiner Held Büle hatte die Landung überlebt. Er hatte zwar schreckliche Angst gehabt und anschließend ein sehr merkwürdiges Gefühl in Kopf, aber nun war er jedenfalls froh nicht mehr vom Himmel fallen zu können und wartete darauf wie es weiter gehen würde. Der Mond da oben hatte aufgehört zu weinen und stellte sich keine Fragen mehr, guckte nun endgültig traurig herunter und war sogar etwas dünner geworden, seine Wangen waren nicht mehr so rund und er leuchtete nicht mehr so hell. Cloacs Augen aber leuchteten mehr als je als sie die Kugel vom Boden aufhob und stolz ging sie die lange enge Treppe zu ihrem Hexenlabor herunter.

Dann stand sie da, vor der schweren Holztür mit den vielen Riegeln, und hörte schon das Freudengeheul von Hibu, der kleine Eule, die sie immer dort einsperrte wenn sie auf längere Reise ging, denn die Eule hatte die unangenehme Gewohnheit ihren Platz auf dem Besen schnell zu verlassen um auf eigenen Flügeln zu gehen. Dabei verflog sie sich dann jedesmal.

Und Cloac, obwohl sie es nie zugestanden hätte, mochte Hibu zu gerne, als daß sie es sich hätte leisten können sie zu verlieren und mußte sie deshalb regelmäßig wieder suchen.

Nun aber freuten sich Hibu und Cloac auf das Wiedersehen, und kaum betrat Cloac das Zauberlabor schrie Hibu ganz laut:
” Hibu, Hibu! “,
und floh ihr entgegen.
Sie versuchte auf Cloacs Schulter zu landen, mußte aber statt dessen eine Notlandung auf ihrer dicken Nase machen und zerkratzte sie dabei ein bißchen, ungeschickt wie sie nun einmal war und insbesondere wenn sie versuchte ihre Freude auszudrücken! Kam dazu, daß Hibu, genauso wie Cloac, nie eine wirklich gute Landung hinkriegte obwohl sie es täglich viele Stunden lang übte.

Cloac scheuchte Hibu mit einer ungeduldigen Handbewegung weg und rief wütend:
” Weg mit dir, häßlicher Vogel, flieg sofort auf deinen Platz zurück und hör auf so zu heulen, es ist nicht auszuhalten mit dir, ich sollte wirklich mir dir in den Wald fliegen und dich dort verlieren! “
Hibus Augen wurden plötzlich ganz traurig und ängstlich. Sie ließ den Schwanz und die Ohren hängen und flog zu ihrem Platz, einem kleinen Schaukelstab über dem Zaubertisch, zurück.

Cloac, die vor allem schreckliche Angst gehabt hatte, daß Hibu, bei der Begrüßungsaktion ihre tolle Glaskugel zerkratzte, beruhigte sich ein bißchen und warf ihr einen lieben aber streng gemeinten Blick zu.

” Nun ja, für diesmal, verzeih ich dir, aber wehe, du fängst irgendwann mal mit deiner widerlichen Sentimentalität an. Du solltest dich schämen, schließlich bist du eine Hexeneule! “
Hibu ließ die Ohren und den Schwanz noch ein bißchen mehr hängen, und die Augen gleich mit, so wie es sich eben gehörte. Insgeheim, aber wußte sie natürlich, daß Cloac sie nie in den Wald führen würde um sie dort zu verlieren, denn Cloac hatte sich zu sehr an ihre Anwesenheit gewöhnt und konnte es sich einfach nicht leisten sie zu verlieren.

Jetzt jedenfalls noch nicht, ganz einfach deshalb weil Cloac noch nicht gelernt hatte, richtige Lebewesen zu zaubern. Alles konnte Cloac zaubern, Besen, Schlösser, Bücher, Betten, Tische aber keine lebendige Wesen, keine Menschen, keine Eulen, keine Katzen wie sie richtige Hexen normalerweise haben, nicht einmal Ratten oder Flöhe konnte Cloac zaubern!
Aber Hibu, die manchmal eine sehr kluge Eule war, wußte ganz genau wie wichtig es war, Cloac glauben zu lassen, daß sie ganz viel Angst von dem Wald hätte. Natürlich durfte sie es mit der Angst auch nicht übertreiben, es mußte schon das richtige Maß haben, wie alle anderen Dinge des Lebens.

Und deshalb, wegen dem richtigen Maß, blieb Hibu noch einige Minuten lang in dieser demütigen Stellung. Hob aber schon bald darauf wieder ihren Schwanz, spitzte die Ohren und schaute mit ihren großen Augen neugierig wie die Geschichte weiter ging.

(Fortsetzung Donnerstag 05 Februar 2009)

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