Büle – 15 -

Eine vertraeumte Geschichte, by Miki - 15 -

Eine vertraeumte Geschichte, by Miki - 15 -

(Büle – 1 -)     (Büle – 14  -)

Cloac sah mit Entsetzen wie die andere riesig große Hand das Fläschchen zukorkte und ein bißchen von der Flüssigkeit heraus schüttete. Sie bemerkte, daß sich die Hand von der sie festgehalten wurde, nun der Flasche näherte und als sie sich gerade über den Flaschenhals befand, ließ die Hand sie los … und eh sich unsere winzig kleine Hexe Cloac versah oder am Flaschenhals hätte festhalten können, war sie hinein gerutscht und plumps … in die grüne Flüssigkeit gefallen!

Da saß sie nun und konnte froh sein, daß ihr das Gift nur bis zum Hals stand. Und noch bevor sie einen ihrer
schrecklichsten Hexenflüche ausstoßen konnte, steckte der Korken wieder im Flaschenhals.

Hibu hatte das Geschehen aufmerksam beobachtet und sich kurz überlegt ob sie sich auf Büle stürzen sollte und ihm die Augen auskratzen, so dass Cloac flüchten könne. Aber irgendwie war ihr Büle ein bisschen sympathisch, ohne dass sie wusste warum, und in ihrer Weisheit hatte sie sich gedacht, daß es wohl besser wäre nicht so spontan zu handeln. Erst einmal nachdenken und abwarten, daß ihr eine bessere Lösung einfiele um Cloac zu helfen. Denn sie zweifelte nicht daran, dass es eine bessere Möglichkeit als einen direkten Angriff geben müßte. Außerdem, dachte sie, hatte Cloac endlich diese Lektion verdient und es würde ihr gewiss nicht schaden eine Zeit lang in ihrem gläsernen Gefängnis zu verweilen.
Wahrhaftig der richtige Ort sich Gedanken zu machen, Geduld zu lernen und zur Vernunft zu kommen, denn ohne Gedanken, Geduld und Vernunft, so dachte jedenfalls Hibu, könne aus Cloac nie eine große Hexe werden! Das alles wußte Hibu aus den unzähligen Geschichten, die in den Büchern standen, die Cloac gezaubert hatte und die sie laut las und Hibu hatte dabei immer aufmerksam zugehört …

Nun aber saß Cloac in einem Giftfläschchen und das Fläschchen befand sich in Büles Hand.
Büle steckte diese Hand in der Tasche, damit die Flasche ganz sicher sei und da er nicht wußte, was er mit der anderen Hand anfangen sollte, steckte er sie in die andere Tasche.
Aber was jetzt?

(Fortsetzung Donnerstag 26 Februar 2009)

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