Es war einmal…

Auf der Suche nach den Verlorenen Worten und Bildern

Büle – 21 -

Eine vertraeumte Geschichte, by Miki - 21 -

Eine vertraeumte Geschichte, by Miki - 21 -

(Büle – 1 -)     (Büle – 20  -)

Nicht lange darauf wachte er aus einem schrecklichen Alptraum auf: Cloac war ihm als riesiges Gerippe erschienen und wollte ihn bei lebendigem Leibe im Sand begraben!

Noch etwas benommen holte er die Flasche aus der Tasche und stellte beruhigt fest, daß sich Cloac noch darin befand. Trotzdem gelang es ihm nicht wieder einzuschlafen. Also entschloß er sich erst einmal zu der Wegkreuzung zurück zu gehen. Schon von weitem sah er Hibu auf dem Pfahl sitzen und als sie ihn sah flog sie ihm mit lautem “Hibu, Hibu!” entgegen, wahrscheinlich hatte auch sie schlecht geträumt und war froh nun nicht mehr so alleine zu sein.

Nun blieb nur noch eine einzige Richtung. Und dort würde Büle also das finden was er die ganze Zeit suchte, wenn es das hier überhaupt zu finden gab. Und drohend stellte sich in ihm die Frage was denn wäre, wenn er auch am Ende diesen letzten Weges nicht an sein Ziel käme. Diese Ahnung, die ihm eine leise Gänsehaut über den Rücken jagte, lauerte irgendwo in seinem Kopf, ganz dicht neben der Hoffnung und dem Heimweh. Und diesmal, anstatt auf seinem Weg heller zu werden , wie das in allen anderen Richtungen der Fall gewesen war, wurde es dunkler und dunkler. Nicht einmal ein sehr blasser Mond schien am Himmel, es war stock finster geworden und er hörte bald ein fernes:
“HU HIHU HUHU HI HU! “
Geräusche, die sich ein bißchen wie der Schrei der Eule anhörten, aber viel geheimnisvoller und vielleicht so, als hätten abwechselnd oder gleichzeitig Tausende von Eulen geschrien. Büle dachte, nein, es könne nicht richtig sein hier, viel mehr hatte er den Eindruck, sich von seinem Ziel zu entfernen. Aber trotzdem ging Bülle weiter, vielleicht weil er nicht glauben konnte oder glauben wollte, daß er vergeblich gesucht hatte, daß er sich einfach eingebildet hätte, es gebe irgend etwas zu suchen. Nur Hibu war plötzlich ganz munter geworden und flog immer weitere Kreisen über ihm, flog oft nach vorne, dann flog zurück, ungeduldig, schrie, versuchte ihm zu sagen, er solle schneller gehen. Aber statt dessen ging Büle immer langsamer je lauter die Schreie des Ostens wurden und um so dunkler die Luft, bis er irgendwann, endlich, stehen blieb, entsetzt,
unfähig noch einen einzigen weiteren Schritt zu machen.

Vor ihm standen Horrorgestalten, weit häßlicher noch als die Hexe Cloac, als sie am häßlichsten war und schauten ihn mit so viel Haß und Bosheit an, mit so viel mehr Haß und Bosheit als er je bei Cloac gesehen hatte.
Da entschloß er sich, so schnell wie möglich zum Schloss zurückzugehen und dieses nie wieder zu verlassen!

(Fortsetzung Freitag 3 April 2009)

März 26, 2009 - Verfasst von Miki | Buch, Büle, Illustrationen, Kindergeschichte, Leben, Malerei, Miki, Traum | , , , , , , , , , , , , | 1 Kommentar

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