Büle – 22 –

Eine vertraeumte Geschichte, by Miki - 22 -

Eine vertraeumte Geschichte, by Miki - 22 -

(Büle – 1 –)     (Büle – 21  –)

Allein Hibu war mit dieser Entscheidung ganz und gar nicht zufrieden, jetzt, wo es endlich lustig wurde, wollte dieser Feigling wieder nach Hause, dachte sie laut in ihrer „hibu hibu “ Sprache.
Aber ihre laut geschrienen Gedanken halfen nichts, Büle rannte davon mit Cloac in seiner Tasche. Hibu zögerte kurz, dachte sehnsüchtig an den Wald, aus dem sie stammte, der einst ihre Heimat gewesen war, dachte an Cloac, konnte sich nicht richtig entscheiden, der Wald, die Einsamkeit, oder Cloac, … und zum Schluß überwog doch das Letzte.

Sie seufzte vor sich hin, fragte sich einmal mehr „warum immer wieder ich?“ und flog schnell hinter Büle her, mit einem letzten traurigen Blick zurück zum Wald. Sie tröstete sich mit dem Gedanken, daß sie immer noch eines Tages zurückkehren könne wenn sie es wolle, sie kannte jetzt ja den Weg, aber ganz tief in ihren Herzen, wußte sie, die weise Eule Hibu, daß sie gerade eine endgültige Entscheidung getroffen hatte und daß ihr Zuhause im Grunde bei Cloac war, bei der häßlichen, bösartigen, unvernünftigen und ungeduldigen kleinen Hexe Cloac.
Und so gingen unsere drei Freunde wieder zurück zu dem Hexenschloß. Auf dem Weg schaute Büle öfter mal hoch zum Himmel wo sonst die große gelbe Kugel, die in der letzten Zeit immer blasser und magerer geworden war, hing.

Aber er sah nun nur noch eine schwach leuchtende Sichel, die nach fast gar nichts mehr aussah, jedenfalls nicht nach irgend etwas, das er schon im Laufe seiner Wanderungen gesehen hatte.
Büle fragte sich, ob die gelbe Kugel, die so schöne große Augen hatte und so schön rund war, auf ewig gegangen sei und spürte tiefe Traurigkeit in sich, tiefer noch vielleicht, als die Traurigkeit, die er empfand bei dem Gedanke nicht das gefunden zu haben, was er suchte.

Endlich kamen sie beim Schloß an …

(Fortsetzung Donnerstag 9 April 2009)

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  1. Marina Offermann
    Juli 2, 2009 um 11:02 AM

    Hallo,
    bin gerade über diese nette Geschichte gestolpert. Sie sollte doch eigentlich weiter erzählt werden? Wie geht es weiter?
    Viele Grüße
    Marina

  1. April 3, 2009 um 3:14 PM

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